Bachrach, Adolf (1853-1932), Jurist

Bachrach Adolf, Jurist. * Sternberg (Mähren), 1853; † 18. 4. 1932. Stud. seit 1873 an der Univ. Wien, Dr.jur., einer der Gründer und Präses der akad. Lesehalle, arbeitete einige Zeit in der Finanzprokuratur, dann als Konzipient. 1885 eröffnete er gemeinsam mit Dr. L. F. Meißner eine Anwaltskanzlei, die er nach dessen Tod allein weiterführte. Sie war bald eine der berühmtesten Kanzleien Wiens. B. war ein gründlicher Kenner des Handelsrechtes sowie des Staats- und Fürstenrechtes. Er war juristischer Konsulent des Kaiserhauses, besonders der Linie Toscana, Rechtsfreund des Prinzen Philipp von Koburg und dessen Bruders, des Königs Ferdinand von Bulgarien.

W.: Recht und Phantasie; Laien in der Rechtspflege (begeisterter Anhänger der Geschworenengerichte); Österr. und ungar. Eherecht; Recht, Gesellschaft, Ehe; Artikel in der N.Fr.Pr. über Dispensehe, Theaterrecht, gegen die Wiedereinführung der Todesstrafe etc.
L.: N.Wr.Tagbl. vom 20. 4. 1932; Jurist.Bll., 1932; n. 11, S. 208.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 1, 1954), S. 42
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