Camesina, Albert von (1806-1881), Graphiker und Altertumsforscher

Camesina Albert von, Graphiker und Altertumsforscher. * Wien, 13. 5. 1806; † Wien, 16. 6. 1881. Aus wohlhabender Familie, besuchte das Gymnasium und die Wr. Akad. d. bild. Künste; arbeitete mit Blasius Höfel an der Vervollkommnung des Holzschnittes und bearbeitete mit Joseph Arneth für die „Studien über mittelalterliche Kunstdenkmale in Österr.“die Darstellung des Verduner Altares (Klosterneuburg) in Gold und Farbdruck, machte 1845 in Begleitung Metternichs eine Reise durch Deutschland und Belgien und begann 1848 mit geschichtlichen Forschungen über Wien; verkehrte u.a. mit Chmel, Karajan, Birk, Meiller, v. Sacken und Eitelberger; Mitbegründer des Wr. Altertumsver. und im Ausschuß des Ver. f. Lkde. v. N.Ö.; vielfach geehrt und ausgezeichnet.

W.: Niclas Meldeman’s Rundansicht der Stadt Wien, 1529, 1863; Wiens Bedrängnis im Jahre 1683, 1868; Regesten zur Geschichte des St. Stephans-Domes, 1874; Urkundliche Beiträge zur Geschichte Wiens im 16. Jh., 1881; etc. Beiträge zur Topographie Wiens in den Berichten des Altertumsver., den Schriften des Ver. f. Lkde. und der Akad. d. Wiss. in Wien; Hrsg. alter Stadtpläne, Zeichnungen und Gemälde.
L.: Wr.Ztg. vom 9. und 17. 6. 1881; A. Mayer, in: Mbll. des Wr. Altertumsver. 10, S. 178, 20, S. 14ff.; Mitt. der k. k. Zentralkomm. für Kunstdenkmäler, N. F. 7, 1881; Festschrift des hist. Ver. Wien, 1898; Bll. des Ver. für Lkde. von N.Ö., 15, S. 272ff.; Gedenkfeier des 50jähr. Bestandes des Wr. Altertumsver., Wien, 1903; J. Schlosser, Die Wr. Schule der Kunstgeschichte, in: MIÖG Erg. Bd. 13, 1934; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 2, 1954), S. 134
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