Chiari, Ottokar Frh. von (1853-1918), Laryngologe

Chiari Ottokar Frh. von, Laryngologe. * Prag, 1. 2. 1853; † Puchberg am Schneeberg, 12. 5. 1918. Sohn des Geburtshelfers Joh. Bapt. Ch., stud. in Wien, 1877 Dr. med., Demonstrator bei Brücke, Operationszögling bei Dumreicher, Ass. bei Schrötter, 1882 Priv. Doz., 1891 ao. Prof., 1893 Vorstand der Abt. für Hals- und Nasenkrankheiten, 1900 Leiter der Laryngologischen Abt. des Allg. Krankenhauses, 1907 Hofrat, 1912 o. Prof.; setzte den Neubau der Laryngologischen Klinik durch. Präs. der Wr. Laryngo-rhinologischen Ges.; Konsiliarius bei Bronchitiserkrankungen K. Franz Josephs. Von Chiari stammt die Einführung aller größeren Operationsmethoden der Laryngologie. In rastloser Arbeit förderte er sein Fach durch zahlreiche Beiträge aller Einzelgebiete. Seine Schüler: Leopold Harmer (Prag), Otto Kahler (Freiburg i. Breisgau), Gustav Hofer (Graz). Hrsg. der Ms. für Ohrenheilkunde und Laryngologie.

W.: Über Tbc. der Nasenschleimhaut, 1893; Lehrbuch der Nasen-, Rachen- und Kehlkopfkrankheiten, 3 Bde., 1902–05; Über den Kehlkopfkrebs, 1909; Die Wr. Klinik für Kehlkopf- und Nasenkrankheiten, 1912; Chirurgie des Kehlkopfs und der Luftröhre, 1916; etc.
L.: Wr.Ztg., N.Fr.Pr. vom 13. und 23. 5. 1918; Feierl. Inauguration, 1918/19, Schriftenverzeichnis; Schönbauer; Hirsch; Pagel.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 2, 1954), S. 143
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