Danhauser, Josef (1805-1845), Maler

Danhauser Josef, Maler. * Wien, 19. 8. 1805; † Wien, 4. 5. 1845. Sohn des Möbelfabrikanten Josef D., stud. an der Wr. Akad. d. bild. Künste bei Peter Krafft; illustrierte das Epos „Rudolphias“ des Ladislaus Pyrker, der ihn 1826 nach Venedig einlud. 1840 Prof. an der Wr. Akad. d. bild. Künste; 1842 Reise nach den Niederlanden. Nach klassizisierenden Altar- und Historienbildern malte er vielfigurige Genrebilder mit moralisierender Tendenz unter Einfluß von Peter Krafft und David Wilkie. In den letzten Jahren schuf er intime Genreszenen unter dem Eindruck von Pieter de Hooch.

W.: Johannes ante portam Latinam, 1834; Die Verstoßung der Hagar, 1836; Der reiche Prasser, 1836; Der Augenarzt, 1837; Die Klostersuppe, 1838; Mutterliebe, 1839; Die Schachpartie, 1839; Die Testamentseröffnung, 1839; Wein, Weib, Gesang, 1839; Liszt am Klavier, 1840; Der Eifersüchtige, 1841; Die Brautwerbung, 1843; Die Großmutter, 1843; zahlreiche Bildnisse und Porträtzeichnungcn, bes. von Wr. Dichtern und Künstlern; einige Radierungen.
L.: A. Rößler, J.D., 1949; Thieme-Becker; Nagl-Zeidler 3, S. 241.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 2, 1954), S. 168f.
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