Dembiński, Henryk (1791-1864), General

Dembiński Henryk, General. * Strzałków (Galizien), 16. 1. 1791; † Paris, 13. 6. 1864. Stud. 1807–09 an der Ingenieurakad. in Wien, verließ sie 1809 beim Anmarsch der Franzosen und trat als Gemeiner in die poln. Armee ein; von Napoleon bei Smolensk zum Kapitän ernannt, zeichnete er sich bei Leipzig aus; nach 1813 kehrte er nach Polen zurück. 1830 organisierte er als Mjr. die mobile Nationalgarde in Krakau, 1831 Oberbefehlshaber vor Warschau, zog sich nach dem Fall Warschaus mit dem Korps Rybiński auf preußisches Gebiet zurück und ging nach Paris, wo er bis 1848, unterbrochen durch seinen Aufenthalt bei Mehemet Ali 1833 zur Reorganisation der syrischen Truppen, lebte. 1848 beteiligte er sich an den Slawenkongressen in Breslau und Prag und übernahm ein Kmdo. in der revolutionären ungar. Armee; 1849 Oberkmdt., legte nach der Niederlage von Kápolna und dem Rückzug hinter die Theiß das Kmdo. nieder und rettete sich mit Kossuth nach der Niederlage bei Temesvár in die Türkei; 1851 kehrte er nach Paris zurück.

W.: Mémoires sur la campagne de Lithuanie, 1832; Mein Feldzug nach und in Litauen und mein Rückzug von Kurszany nach Warschau, 1832; Ein Blick auf die letzten Ereignisse der poln. Revolution, 1837 (in poln. Sprache); Denkwürdigkeiten über den ungar. Feldzug 1848/49.
L.: A.Danzer, D. in Ungarn, 2 Bde., 1873; A. Wacquant, Die ungar. Donauarmee 1848/49, 1900; K.A. Wien; Wurzbach; Gulyás 5; PSB.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 2, 1954), S. 177
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