Donizetti, Gaetano (1797-1848), Komponist

Donizetti Gaetano, Komponist. * Bergamo, 29. 11. 1797; † Bergamo, 8. 4. 1848. Schüler von Simon Mayr in Bergamo, seit 1815 von Pilotti und Mattei in Bologna, überwarf sich mit seinem Vater und trat 1817 in die österr. Armee ein; so kam er nach Venedig und konnte hier seine Erstlingsopern aufführen. Er wirkte dann in Mailand, Paris, Neapel und Wien, wo er den Titel eines Hofkapellmeisters erhielt. Seit 1845 war er an Paralyse erkrankt. D. ist in der Leichtigkeit der Erfindung, der Sorglosigkeit der Arbeit und mit seinem untrüglichen Instinkt für Bühnenwirksamkeit der letzte ital. Opernkomponist alten Stiles, der in seinen Frühwerken an Rossini anknüpft und in seinen reifsten Leistungen manche Stileigentümlichkeiten des jungen Verdi vorweggenommen hat.

W.: 611 Kompositionen, darunter Opern, wie: Der Liebestrank, 1832; Lucia von Lammermoor, 1835; Die Regimentstochter, 1840; Die Favoritin, 1840; Don Pasquale, 1842; Linda von Chamonix, 1842; Don Sebastian, 1843; etc. Zahlreiche kirchliche Kompositionen; G. Zavadini, Museo Donizettiano di Bergamo, Catalogo generale, 1936.
L.: Lettere inedite di G.D., ed. A. Eisner, 1897; D.Donati-Petteni, 2. Aufl. 1939; A. Adam, Derniers souvenirs d’un musicien, 1855; Clement, Biogr. Skizzen, 1896; Frank-Altmann; Grove; Thompson; Musik in Geschichte und Gegenwart 3; Wurzbach; Enc.It.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 195
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