Ebner von Eschenbach, Moritz Frh. (1815-1898), Generalmajor und Militärschriftsteller

Ebner von Eschenbach Moritz Frh., General und Militärschriftsteller. * Wien, 27. 11. 1815; † Wien, 28. 1. 1898. Absolv. die Theres. Milit. Akad., kam 1834 in die Ing. Akad., 1836 Kadett im Ing. Korps. 1841 Lehrer der Physik und Chemie an der Ing. Akad., 1855 im Genie-Comité, 1863 Obst.; 1859 und 1866 im Seeminendienst verwendet. War als Erfinder auf dem Gebiet der elektrischen Zündung, des Torpedowesens, der elektrischen Telegraphie und der Scheinwerfer tätig. Korr. Mitgl. d. Akad. d. Wiss. in Wien; 1867 Präses der Milit.-Komm. bei der Pariser Weltausstellung, 1869 Leiter des Genie-Comités; GM und Geniechef von Wien. 1874 i.R. E., weitgereist und philosophisch gründlich gebildet, erwarb sich Verdienste um die Weltausstellung 1873 in Wien und war seit 1848 mit Marie, Gfn. Dubský (s. Marie E. v. E.) verheiratet.

W.: In den Sbb. Wien, mathem.-naturwiss. Klasse: Mitt. über das Collodion, II. 1849; Über die Anwendung der Reibungs-Elektrizität zum Zünden von Sprengladungen, XXI, 1856; in den Mitt. des k. k. Genie-Comités: Über Schießwolle und ihre Benützung als Sprengmittel, 6, 1881. Über die Bestimmung der Schußdistanz mit Hilfe einer gegebenen Basis, 9, 1864; im Organ des Wr. milit.-wiss. Ver.: Der Luftballon und seine Anwendung im Kriege, II, 1871; Arbeiten über milit. Telegraphie, Minen und elektrische Torpedos, etc.; Zwei Wiener Geschichten: Hypnosis perennis; Ein Wunder des hl. Sebastian, 1897.
L.: M.Pr. vom 29. 1. 1898; Militär-Ztg. 1898, S. 38; Armeeblatt 1898, n. 5; Münchner Allg.Ztg. 1899 / Beilage, n. 225–227, 230; Deutsche Arbeit, XV, 1915/16, S. 229 f; N. Österr. Biogr. 1, S. 148; Almanach Wien, 1898; Gatti; Eisenberg; Großind. Österr.; K.A. Wien.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 212
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