Eckstein, Gustav (1875-1916), Journalist, Ethnograph und Naturwissenschaftler

Eckstein Gustav, Journalist und Wissenschafter. * Wien, 19. 2. 1875; † Zürich, 27. 7. 1916. Stud. an der Univ. Wien Jus, Dr.jur.; schloß sich schon als Student, inspiriert durch die Wahlrechtskämpfe der 90er Jahre, der Sozialdemokrat. Bewegung an und war ab 1902 journalistisch tätig. Zur Heilung seines Lungenleidens wurde ihm eine Seereise, die ihn bis nach Japan führte, ermöglicht. Später nahm er Aufenthalt in Deutschland, war Mitarbeiter des Berliner „Vorwärts“, des Leipziger „Volksblattes“, des „Kampf“ und der „Neuen Zeit“. 1910 unterrichtete er an der Parteischule in Berlin, trat danach in die Redaktion der „Neuen Zeit“ ein und wirkte 1912 an der Parteischule in Klagenfurt. E., vielseitig gebildet und interessiert, beschäftigte sich neben Politik und wiss. Marxismus auch mit Ethnographie und Naturwiss.

W.: Die Entwicklung des japan. Familienrechtes, in: Neue Zeit, 1908, Erg. H. 2; Die deutsche Sozialdemokratie während des Weltkrieges, 1917; Marxismus in der Praxis, 1918; Kapitalismus und Sozialismus, 1920; zahlr. Zeitungsartikel in der „Neuen Zeit“, Wochenschrift der dt. Sozialdemokratie, von 1903–12; im „Kampf“: Jg. 2, S. 214, Jg. 3, S. 134, S. 486, Jg. 6, S. 149, S. 375.
L.: Neue Zeit vom 4. 8. 1916; A.Z. vom 28. 8. 1916; F. Adler, in: Kampf, Jg. 9, S. 297; K. Kautsky jun., G. E. der Erzieher, ebenda; Wininger.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 214f.
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