Ehrhart, Vincenz von (1823-1873), Schriftsteller

Ehrhart Vincenz von, Dichter. * Innsbruck, 13. 9. 1823; † Wien, 9. 5. 1873. Sohn des Folgenden und einer Schwester J. von Hormayrs. Jurist, kam 1851 zur Generalprokuratur nach Wien, wurde aber dort bald von Gf. Leo Thun in das Unterrichtsmin. übernommen, 1860 Ministerialsekretär, 1867 Sektionsrat, 1870 Ministerialrat und Referent für Universitätsangelegenheiten. Er befreundete sich in Wienu. a. mit Gilm und blieb unvermählt. Hochgebildet und von Jugend an für Poesie sehr empfänglich, schrieb er viele gefühlvolle und formschöne Gedichte; die ersten finden sich unter den 1846 von Adolf Pichler herausgegebenen „Frühlingsliedern aus Tirol“.

W.: Von den Alpen, Zwei Liedersträuße (gem. mit I. V. Zingerle), 1850; Zahlreiche Gedichte im „Phönix, Zeitschrift für Literatur und Kunst“, 1850–53, in den Musenalmanachen von F. Gruppe und Ch. Schade, im „Düsseldorfer Künstleralbum“ und in der Innsbrucker Zeitung; Ges. Gedichte (Vorwort von I. V. Zingerle), 1882.
L.: Innsbrucker Tagbl. vom 12. 5. 1873; Salzburger Ztg. 1873, n. 108; Tiroler Stimmen 1873, n. 108; R. Zimmermann, V. v. E., 1873; Brümmer; Giebisch-Pichler-Vancsa; Nagl-Zeidler-Castle 3, S. 461; Wurzbach; Mitt. O. Gschließer, Innsbruck.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 228
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