Ehrlich, P. Johann (Gregor) (1831-1912), Ordensangehöriger

Ehrlich P. Johann (Gregor) O.S.B., Abt. * Weidenau (Vidnava), 4. 2. 1831; † St. Paul i. Lavanttal (Kärnten), 1. 12. 1912. Stud. zuerst Staatswiss. an der Univ. Graz, trat 1856 in das Benediktinerstift St. Paul i. Lavanttal ein. Nach seiner Priesterweihe, 1860, kurze Zeit als Kaplan in der Pfarrseelsorge tätig, 1861–64 Kon viktsleiter in St. Paul, 1864–68 prov. Religionslehrer am Staatsgymn. in Klagenfurt, 1869–79 und 1880–87 Stiftsrentmeister, 1887–98 Administrator der stiftlichen Güter in Marburg. Mitgl. mehrerer wirtschaftl. Ver., 1898 Abt; 1898/99 erfolgte der Neubau des achtklass. Gymn., 1907–09 des Konviktes für 250 Schüler, 1907 wurde das stiftliche Elektrizitätswerk und 1911 die neue Stiftsmühle errichtet. E. enwies sich als erfahrener Ökonom, modernisierte die stiftlichen Wirtschaftsbetriebe durch Einführung landwirtschaftlicher Maschinen und hob die Ertragsfähigkeit der Weingärten. Diese Erfolge trugen ihm schon als Rentmeister und Administrator vielfache Anerkennung ein.

L.: Kath. Kirchenztg. 1912, n. 49; Studien und Mitt. aus dem Benediktiner-Orden 34, N. F. 3. Jg., 1913; Gymn. Programm St. Pauli. Lavanttal, 1912/13; A. Lorenz, Ich durfte helfen, 1937, 1949; ders., Wenn der Vater mit dem Sohne, 1952.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 230
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