Enderlen, Eugen (1863-1940), Chirurg

Enderlen Eugen, Chirurg. * Salzburg, 21. 1. 1863; † Stuttgart, 17. 6. 1940. Sohn des Dir. der städt. Gasfabrik. Stud. an der Univ. München Med., 1888 Dr.med., ging 1894 nach Greifswald, 1895 Priv. Doz. für Chirurgie, 1896 Oberarzt an der chirurg. Klinik in Marburg, a o. Prof., 1904 o. Prof. in Basel, 1907 in Würzburg, 1918–33 in Heidelberg. 1923 Geh. Rat, 1925 Vorsitzender der Dt. Ges. für Chirurgie, 1933 deren Ehrenmitgl. und Ehrenmitgl. der Wr. med. Ges.E.s sachliche Forscherpersönlichkeit leistete mit den experimentellen Arbeiten über Organtransplantation und Parabiose mit Gefäßnaht nicht nur einen Beitrag zur Lehre von der Regeneration und Transplantation, sondern schuf damit auch die Voraussetzungen zur Wiederaufnahme der Bluttransfusion. Ebenso begründete er (mit G. Hotz) durch die Arbeit über Gefäßversorgung der Schilddrüse die moderne Technik der Kropfoperation. Weitere Beiträge liegen auf dem Gebiete der Chirurgie des hinteren Mediastinums, der Speiseröhre, der Gallenblase und der Schußverletzungen des Darmes.

W.: Über Blasenektopic, 1904; Stereoskopbilder zur Lehre von den Hernien, 1906; etc.
L.: Münchner med. Wochenschrift, n. 3, 1933; WMW 1940, S. 558; Fischer 1, S. 365; H. Killian-G. Krümer, 1951; Kürschner.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 248
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