Endl, P. Friedrich (1857-1945), Fachschriftsteller und Heimatforscher

Endl P. Friedrich O.S.B., Schriftsteller und Heimatforscher. * Franzen (Bez. Zwettl, N.Ö.), 30.7. 1857; † Hörn, 4. 8. 1945. Trat 1871 als Novize in das Benediktinerstift Altenburg ein, stud. an der Diözesanlehranstalt zu St. Pölten, 1881 Priesterweihe, wirkte 1888–91 als Kooperator in Horn, dann bis 1904 als Archivar in Altenburg. E. wurde 1891 Korrespondent, 1897 Konservator der k. k. Zentralkomm. zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und hist. Denkmale und 1924 Konservator für kunsthist. Agenden für den Bezirk Horn. Er erwarb sich als Erforscher der Geschichte seiner Heimat und seines Ordens, ganz besonders der Stadt Horn und ihrer Umgebung, bleibende Verdienste.

W.: Die Wallfahrtskirche zu Drei Eichen, 1894; Studien über Ruinen, Burgen, Kirchen und Klöster und andere Denkmale der Kunst, Geschichte und Literatur des Horner Bodens, 3 Hefte, 1895/96; Schuldramen und Schulkomödien der Piaristen, 1895; Geschichte des Gymnasiums der Piaristen zu Horn, 1899; Die Stadtschule in Horn, 1901; Die Stadt Horn um das Jahr 1600, 1902; Stift Altenburg, Bd. 24 der Österr. Kunstbücher, 1929; Stift Altenburg und das alte Poigreich im Wandel der Zeiten, Reimchronik, 1924; Aus dem schönen Lande des blauen Nibelungenstromes, 1930.
L.: J. Ludwig-Braun, Weinreben und alte Schlösser, Aus Weinviertel und Waldviertel, S. 83–88, 1954; Kosch, Literaturlex.; Nagl-Zeidler-Castle 4, S. 1499; Mitt. J. Keil, Wien
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 248f.
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