Endrődy, Alexander (1850-1920), Schriftsteller

Endrődy Alexander, Dichter. * Veszprém, 16. 1. 1850; † Budapest, 7. 11. 1920. Stud. Ästhetik und Literatur in Berlin und Leipzig, Phil. und Jus in Budapest. Er arbeitete dann bei verschiedenen lit. Zeitschriften mit und übersetzte Werke von Büchner, Hugo, Buckle u.a. 1877–92 wirkte er als Mittelschullehrer in Großwardein. Verfolgt von schweren Unglücksfällen in seiner Familie, übersiedelte er nach Budapest, wo er 1892 Redakteur des Parlaments-Tagebuchs wurde. E. war Mitgl. der Petőfi-Ges., der Kisfaludy-Ges., der Ung. Akad. d. Wiss., 1907 Vizepräs. der Petöfi-Ges. 1920 wurde er mit dem Großpreis der Petöfi-Ges. ausgezeichnet. E., vor allem Lyriker, verfaßte auch literarhist. und biograph. Studien, redigierte die Petöfi-Bibliothek und war als Hrsg. tätig.

W.: Tücsökdalok (Grillenlieder), 1876; Gedichte, 2 Bde., 1877/78; Gedichte, 4 Bde., 1898; etc.
L.: Szinnyei 2; F. Badics, E. S. emlékezete (Das Andenken A. E.s), 1923; N. Várkonyi, A modern magyar irodalom (Die moderne ung. Literatur), 1929; J. Pintér, Magyar irodalomtörténete (Geschichte der ung. Literatur), 7. B., 1934; Enc.It.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 250
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