Falb, Rudolf (1838-1903), Meteorologe

Falb Rudolf, Meteorologe. * Obdach (Steiermark), 13. 4. 1838; † Berlin-Schöneberg, 29. 9. 1903. Stud. in Prag, war dann Lehrer an der Grazer Handelsschule, wo auch P. Rosegger zu seinen Schülern gehörte. 1877–80 stud. er den Vulkanismus in Südamerika. Seine Theorien über die Entstehung der Erdbeben (durch die Konstellation von Sonne und Mond hervorgerufene Springfluten des Magmas im Erdinneren) und über den ausschlaggebenden Einfluß des Mondes auf die Witterung fanden in Fachkreisen ebensowenig Anerkennung wie seine Sprachforschungen. Sein Hauptverdienst liegt in der Popularisierung der Astronomie und Meteorologie.

W.: Theorie der Erdbeben, 1870; Sterne und Menschen, 1882; Das Land der Inka in seiner Bedeutung für die Urgeschichte der Sprache und Schrift, 1883; Wetterbriefe, 1883; Die Andessprachen in ihrem Zusammenhange mit dem semitischen Sprachstamme, 1888; Kalender der kritischen Tage, 1888; Kritische Tage, Sintflut und Eiszeit, 1895; Neue Erdbeben, 1896; etc. Gründer (1869), bis 1876 Alleinhrsg., 1877–82 Mithrsg. der Z. „Sirius“; gab 1894 eine Z. der Geheimwiss. und der grundlegenden Deutkunst „Teut“ heraus.
L.: Ill. Wr. Extrabl. vom 12. 12. 1891 und 7. 1. 1897; R.P. vom 2. 10. 1903; Grazer Tagblatt vom 3. 10. 1903; Dt.Ztg. Berlin vom 17. 10. 1903; H. G. Heller, R. F. Eine Lebens- und Charakterskizze, 1903; Heimgarten, 11, 1887, 28, 1903, 29, 1904; Das Weltall, Jg. 4, 1903; Das Wissen für Alle, 1903, S. 673, 689; Biogr.Jb. 8, Totenl.; F. Umlauft, Die Pflege der Erdkunde in Österr. 1848–98, 1898; Poggendorff 3, 4.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 283
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