Falk, Maximilian (1828-1908), Publizist und Politiker

Falk Maximilian, Publizist und Politiker. * Pest, 7. 10. 1828; † Budapest, 10. 9. 1908. Stud. in Budapest und Wien, Dr.phil.; begann 1844 seine journalistische Laufbahn und arbeitete für den „Spiegel“, „Ungar“ und „Életképek“; nahm an der Revolution 1848 teil, kämpfte 1848/49 im „Pesti Napló“ und im „Wanderer“ gegen den Absolutismus und gewann so das Vertrauen Stefan Széchenyi’s (s. d.) und Franz Deák’s (s. d.). 1868–1906 war F. Chefredakteur des „Pester Lloyd“, der unter seiner Leitung die beste ung. Tageszeitung wurde. Seit 1869 Mitgl. des ung. Abgeordnetenhauses und des Reichsrates, war er die Hauptstütze der liberalen Partei. F. war beauftragt, K. Elisabeth Vorträge über ung. Literatur zu halten und verstand es, zwischen Politikern und Hofkreisen eine Vermittlerrolle zu spielen. Präs. des ung. Journalistenvereines.

W.: Széchenyi István és kora (Gf. St. Széchenyi und seine Zeit), 1867; Erzsébet királynöröl (Erinnerungen an Kgn. Elisabeth), 1898; Korés jellemrajzok (Zeit- und Charakterbilder), 1902; etc.
L.: Fremdenbl. vom 10. und 11. 9. 1908; D. Angyal, F. M. és Kecskeméthy Aurél elkobzott levelezése (Die konfiszierte Korrespondenz M. F. und A. K.), 1925; Szinnyei 3; J. Pintér, Magyar irodalom története (Geschichte der ung. Literatur) 6, 1933; Univ. Jew. Enc.; Die Gegenwart, Enz. für politisches und geselliges Leben, 1857; Wininger; Giebisch-Pichler-Vancsa; Nagl-Zeidler-Castle 4, S. 1421/22.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 284
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