Feuchtwang, David (1864-1936), Oberrabbiner

Feuchtwang David, Oberrabbiner. * Nikolsburg (Mikulov), 27. 11. 1864; † Wien, 5. 7. 1936. F., dessen Vater Rabbiner von Nikolsburg war, entstammte einer berühmten jüdischen Gelehrtenfamilie. Er absolv. das Gymn. in Nikolsburg, stud. an der Univ. Wien Orientalistik und Philos. und an der Univ. Berlin Assyrologie, Arabisch und Philos. Dort absolvierte er auch das Rabbinerseminar. 1892 Rabbiner in Nikolsburg, 1902 Rabbiner im 18. und 19. Wr. Gemeindebezirk, Inspektor für den jüd. Religionsunterricht an Wr. Mittelschulen, 1933 Oberrabbiner von Wien. F., Hrsg. der „Freien Jüdischen Lehrerstimmen“, 1912, und Mitarbeiter der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“, der „Monumenta Judaica“ und anderer wiss. Veröffentlichungen, Zeitschriften und Zeitungen, war als Wissenschafter und Kanzelredner auch im Ausland sehr angesehen.

W.: Drei Reden, 1890; Zur Aufklärung über „Bibel und Babel“, 1903; Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien, 1911; Der Tierkreis in der Tradition und im synagogalen Ritus des Judentums, 1913; Studien zum Buche Ruth, 1925.
L.: N.Fr.Pr. vom 27. 11. 1934 und 26. 7. 1936; Wr. Ztg. vom 7. 7. und 8. 7. 1936; Jb. der Wr. Ges., 1929; Jüd. Lex.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 307
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