Fischer, Johann Conrad (1773-1854), Metallurge

Fischer Johann Conrad, Metallurge. * Schaffhausen, 14. 11. 1773; † 25. 12. 1854. Ursprünglich Kupferschmied, durchwanderte Frankreich, Deutschland, Schweden und England und leitete dann die metallurg. Fabrik seines Vaters (Glok- ken- und Kanonenguß, Feuerspritzen). 1802 richtete er eine Gußstahlfabrik ein, die er nach den auf Englandreisen ge wonnenen Kenntnissen verbesserte. F., dem nach langen Versuchen die Erzeugung des Meteorstahles gelang, gründete 1826 eine Fabrik in Hainfeld (N.Ö.) und erwarb 1828 ein österr. Privileg auf die Herstellung von Temperguß. Zwischen 1824 und 1854 versuchte er, trotz politischer undwirtschaftl. Schwierigkeiten, seine Erfindungen und Erfahrungen in der Schweiz, Österreich, England und Frankreich nutzbar zu machen und gründete Tochterges. in Hainfeld und Traisen. F. erfand den Temperguß, das gegossene Stabeisen und 1845 den Stahlguß.

L.: Schweizer Bauztg. vom 9. 12. 1950; Stahl und Eisen, Z., hrsg. von E. Schrödter und W. Beumer, 1920.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 322
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