Flesch, Carl (1873-1944), Violinist und Musiklehrer

Flesch Carl, Violinvirtuose und Pädagoge. * Wieselburg (Moson, Ungarn), 9. 10. 1873; † Luzern, 5. 11. 1944. Stud. 1886–89 am Wr. Konservatorium bei Grün, 1890–94 am Pariser Konservatorium bei Marsick; 1895 debütierte F. in Wien; wirkte 1897–1902 als Prof. am Konservatorium Bukarest und als Primarius des Streichquartettes der Kgn. von Rumänien (Kammervirtuose), 1903–08 am Konservatorium Amsterdam; F. lebte dann in Berlin, 1926 in Baden-Baden, 1934 in London; seine pädagogische Tätigkeit teilte F. ab 1924 zwischen Berlin (Hochschule für Musik) und Philadelphia (Curtis Institut), wohin er 1914 das erstemal auf Tournee gekommen war. F., der mit H. Becker und A. Schnabel (später C. Friedberg) ein Trio gegründet hatte, lehrte seit 1936 wieder in Amsterdam.

W.: „Urstudien“ für Violine, 1911. – Publ.: Die Kunst des Violinspiels I, 1923, II, 1928, holl. 1929, engl. 1930; Das Klangproblem im Geigenspiel, 1931, engl. 1934; Hrsg. von Kreutzers 19 Etüden, Mozarts Violinsonaten (gem. mit A. Schnabel), Paganinis 24 Etüden, der Violinkonzerte von Beethoven, Mendelssohn, Paganini, Brahms.
L.: Riemann; Moser.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 329
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