Francesconi, Hermenegild von (1795-1862), Eisenbahnfachmann und Bautechniker

Francesconi Hermenegild von, Eisenbahnfachmann. * Cordignano (Venetien), 19. 10. 1795; † Sacile (Venetien), 8. 6. 1862. Zuerst Offizier, trat 1822 in den Dienst der Baudir. in Venedig, wo er vor allem bei den damaligen großen Straßenbauten in Venetien und Tirol Verwendung fand. 1829 zum Hofbaurat ernannt, nahm er bestimmenden Einfluß auf die Flußregulierung u.a. der Donau in Wien, Preßburg und Budapest. 1836 zur Leitung des Baues der K.-Ferdinands-Nordbahn berufen, bewerkstelligte er außerdem als Vertrauensmann des Hofkammerpräs. Karl F. Frh. von Kübeck die vorbereitenden Arbeiten für die Herstellung eines Staatsbahnnetzes und verfaßte den Organisationsentwurf für die 1842 errichtete Generaldir. für die österr. Staatsbahnen. Als deren Vorstand hatte er die Oberleitung aller damals ausgeführten Staatsbahnen inne und löste 1848 die schwierige Frage der Überschienung des Semmerings. 1848–62 General-Inspektor der K.-Ferdinands-Nordbahn. 1847 nob.

L.: Wr.Ztg. vom 10. 6. 1862; Archiv f. Gesch. d. Technik; Exner, Gewerbe und Erfindungen, S. 114f.; Geschichte der Eisenbahnen der österr.-ungar. Monarchie, 1898; Enc.It.; V.A. Wien.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 341f.
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