Franckel, Adolf (1823-1896), Regisseur und Schriftsteller

Franckel Adolf, Regisseur und Dichter. * Brünn, 20. 3. 1823; † Wien, 30. 4. 1896. Stud. in Wien und Jena, Dr.phil., mußte 1848 wegen Teilnahme an der Revolution aus Wien fliehen, veröffentlichte 1849 in Leipzig ein Bändchen Gedichte „Wiener Gräber“, was ihm neue Verfolgung eintrug, trat mit K. Gutzkow in nähere Beziehung, wurde 1855 in Dresden verhaftet und an Österreich ausgeliefert; lebte nach kurzer Haft in Brunn, 1866 Dir. des Brünner Stadttheaters, 1879 Generalsekretär des Wr. Stadttheaters, 1887 Sekretär des Vereins Deutsches Volkstheater in Wien. Pflegte vornehmlich das klassische Drama.

W.: Zahlreiche lyrische und epische Gedichte in Zeitschriften, Almanachen und Anthologien. Wr. Gräber, 1849; Der Tannhäuser (episch-lyrisches Gedicht), 1854; etc.
L.: Biogr. Jb. und deutscher Nekrolog, 1, Bd., 1897; Wurzbach; Brümmer; Kosch, Theaterlex.: Nagl-Zeidler-Castle, s. Reg.; K. Adametz, 100 Jahre Wr. Männergesang-Ver., 1943, s. Reg.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 342
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