Freinademetz, P. Joseph (1852-1908), Missionar

Freinademetz P. Joseph, S. V. D., Chinamissionär. * Abtei (Badia, Südtirol), 15. 4. 1852; † Taikia (China), 28. 1. 1908. Gymnasial- und theol. Stud. in Brixen, 1875 Priesterweihe, 1876–78 Kooperator in St. Martin im Gadertal, 1878 Eintritt in die eben gegründete Steyler Missionsges. vom Göttlichen Wort (S. V. D.) F. und Johann B. Anzer, die beiden ersten Missionäre, reisten am 2. März 1879 nach Süd-Schantung (China), wo sie bei ihrer Ankunft in Puoli 158 Christen vorfanden. In fast dreißigjähriger, ununterbrochener, opfervoller Missionstätigkeit, einmal dem Martyrium nahe, arbeitete F. in selbstlosester Weise als Wandermissionär, Provikar, Administrator, Provinzial, Visitator und Seminarregens. Eines der Hauptanliegen F.s, der bei der Pflege der Typhuskranken den Tod fand, war die Heranbildung des einheimischen Klerus. Bei seinem Tod zählte die Mission von Südschantung (Vikariat von Yenchowfu) ca. 46 000 Christen und 12 einheimische chinesische Priester. F.s Seligsprechungsprozeß ist im Gange.

W.: Sanctissimum Novae Legis sacrificium (verfaßt 1896), 1915, 3. Aufl. 1948.
L.: Brixner Chronik, 1908, n. 18, 44; A. Henninghaus, P. Jos. F., S. V. D. Sein Leben und Wirken, 2. Aufl. 1926; J. M. Aulitzky, Fu Schenfu, 1932; H. Fischer, P. Jos. F., Steyler Missionar in China 1879–1908, 1936; L. Berg, Fu-Glück, 1939; J. Baur, F. in der Schule Mariens, 1954; ders., Der Diener Gottes P. Jos. F., 4. Aufl. 1955; Übersetzungen: italien.: Il servo di Dio P. G. F., 1942, holländ.: De Dienaar Gods P. J. F., Vriend der Chinezen, 1947, ladinisch: La Vita di servo d Di Usöp F., 1950.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 356
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