Frischauf, Johannes (1837-1924), Mathematiker, Astronom und Alpinist

Frischauf Johannes, Mathematiker, Astronom und Alpinist. * Wien, 17. 9. 1837; † Graz, 7. 1. 1924. Sţud. in Wien Mathematik und Physik bei Moth und Petzval, Chemie bei Schrötter, 1861 Dr. phil.; 1863 Priv. Doz. für Mathematik an der Univ. Wien und Ass. an der Sternwarte, 1866 ao. Prof. für Mathematik in Graz, 1867–1906 o. Prof. Gestaltete das Gaußsche Verfahren der Berechnung trigonometr. Messungen aus, schuf eine neue, für topograph. Karten grundlegende Kartenentwurfslehre und fand das allgemeine Abbildungsgesetz. Verfaßte auch mehrere Wanderbücher für steirische Gebiete und erwarb sich große Verdienste um die Touristik in Slowenien und Kroatien.

W.: Lehrbuch der Allg. Arithmetik für Mittelschulen, 4. Aufl. 1881; Theorie der Bewegung der Himmelskörper um die Sonne, 1868; Elemente der absoluten Geometrie, 1876; Elemente der Geometrie, 2. Aufl. 1877; Die Sannthaler Alpen, 1877; Grundriß der theoret. Astronomie und der Geschichte der Planetenbahnen, 3. Aufl. 1922; Vorlesungen über Kreis- und Kugelfunktionen, 1897; etc. Vgl. CSP. 2, 7, 9 und 15.
L.: Österr. Z. f. Vermessungswesen, 1917; Z. f. Vermessungswesen Bd. 53, 1924; Vierteljahrsschrift der Astronom. Ges., 59, 69; Poggendorff 3, 4, 6.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 370
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