Gaal, József von (1811-1866), Schriftsteller

Gaal József von, Schriftsteller. * Nagykároly (Carei, Rumänien), 12. 12. 1811; † Pest, 28. 2. 1866. Während seiner Universitätsstud. befreundete er sich mit J. Eötvös (s. d.) und L. Szalay; 1833–48 stand G. im Dienste des Statthaltereirates, wirkte 1848 an der Seite des Justizmin. Vukovics, redigierte 1848 das radikale Blatt „Márczius tizenötödike“ (Die Iden des März), wurde deswegen 6 Jahre in Arad konfiniert und war dann Erzieher bei der Familie Gf. Csekonics. 1838 Mitgl. der Ung. Akad. der Wiss., 1841 der Kisfaludy-Ges. G.s Gedichte erschienen bereits 1830 in mehreren Z.; das Lustspiel „A Király Ludason“ (Der König in Ludas) wurde von der Ung. Akad. der Wiss. ausgezeichnet und die 1838 aufgeführte Komödie „A peleskei notárius“ (Der Notar in Peleske) wirkte bahnbrechend in der Geschichte des ung. Theaters. Humorist.-satir. und ein ausgezeichneter Schilderer des Volkstümtümlichen, in dessen Werk die später so beliebten Volksschauspiele wurzeln und von dem die „Alföld“-Erzählungen und die Betyáren-Romantik ihren Ausgang nahmen.

W.: Szirmay Ilona (Rom.), 1836; Szerelem és champagnei (Liebe und Champagner), 1839; Szvatopluk, 1839; Pazar fösvények (Verschwenderische Geizhälse), 1840; A vén sas (Der alte Adler), 1844; etc.
L.: Révai 8; Szinnyei 3; F. Badics, G. J. összes müvei (Ges. Werke), 1881/82; J. Pintér, A Magyar irodalom története (Gesch. der ung. Literatur) 7, 1934; Magyar irodalmi Lex.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 385
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