Gärtner, P. Corbinian (1751-1824), Rechtswissenschaftler

Gärtner P. Corbinian, O.S.B., Jurist. * Schwaz (Tirol), 14. 6. 1751; † Salzburg, 24. 5. 1824. Trat 1769 in die Benediktinerabtei St. Peter in Salzburg ein, stud. Jus und Theol., 1774 Priesterweihe, Reisen nach Würzburg, Mainz, Wetzlar, Göttingen und Paris. 1789 Dr. theol. und Dr.jur. und Prof. des kanon. Rechtes in Salzburg. Seit 1792 auch Prof. für Dt. Privatrecht und Diplomatik, 1804–07 letzter Rektor der Univ. Salzburg, 1805 Hofgerichtsrat, 1812 Niederlegung seines Lehramtes. Schrieb neben Gebet- und Erbauungsbüchern auch eine Reihe bedeutender rechtshist. Werke.

W.: Gnadenbrief Heinrichs IV. für Österreich, 1795; Apologie des akad. Versuches über das Vogteirecht im allg. mit Anwendung auf das Erzstift Salzburg, 1796; Corpus Juris eccles. catholic. novioris quod per Germaniam obtinet, 1797–99; Geschichte und Verfassung des 1701 errichteten milit. Ruperti-Ritterordens, 1802; Das besondere österr. Kirchenrecht in Aphorismen, 1807; Lebensgeschichte des Fürsten Hieronymus J. Franziskus de Paula, Erzbischof zu Salzburg, 1812; Chronik von Salzburg, 1816–26; Vom Mangel kath. Priester aus Mangel der Bischöfe, 1818; Geschichte der Bauernauswanderung aus Salzburg unter dem. Fürsten Firmian, 1821; etc.
L.: Tiroler Stimmen, 1872, n. 56; Wurzbach; ADB.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 389
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