Ganahl, Johann von (1817-1879), Geodät

Ganahl Johann von, Geodät. * Cremona, 27. 11. 1817; † Mödling b. Wien, 12. 8. 1879. Begann seine Laufbahn 1834 bei der Art., 1843 Lt., machte die Feldzüge 1848 und 1849 mit, kam 1849 zum Generalstab und 1851 als Hptm. in das neuerrichtete Milit. Ing. Geographenkorps, wo er bei der Milit. Triangulierung in Böhmen, Dalmatien, Siebenbürgen, der Walachei, Galizien und Ungarn arbeitete. Er führte 1857 seine erste Basismessung bei Wr. Neustadt durch, welcher noch 4 weitere bei Josefstadt, Skutari, Kleinmünchen und bei Großehayn in Sachsen folgten. Dabei wurden 5 Meridiane und 3 Parallelkreise bestimmt. 1860 Stellvertreter der Triangulierungsabt. im Milit. Geograph. Inst., 1862 Vorstand der Triangulierungs- und Kalkülabt., 1866 im Armeehauptquartier, 1869 Obst., 1872 Mitgl. der Europ. Gradmessungskomm., 1876 Präses der österr. Gradmessungskomm., 1879 Leiter des Milit. Geograph. Inst. G. beantragte bei der 1869 angeordneten Neuaufnahme der Monarchie ein Präzisions-Nivellement in Verbindung mit neuen trigonometr. Höhenmessungen. Dies wurde genehmigt und unter persönlicher Leitung G.s zum größten Teil durchgeführt. Bestieg in den Ötztaler Alpen 1852 die Hohe Wilde (1. Best.), 1853 die Hohe Geige (1. Best.) und den Nöderkogel (1. Best.).

L.: Organ der militärwiss. Ver., Bd. 19, 1879, S. 363–367; Exner, Gewerbe und Erfindungen; K.A. Wien; EOA.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 398f.
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