Gangl, Alojz (1859-1935), Bildhauer

Gangl Alojz, Bildhauer. * Möttling (Metlika, Krain), 8. 6. 1859; † Prag, 2. 10. 1935. Als Sohn armer Eltern zuerst in der Lehre bei einheim. Holzschnitzern, trat er 1884 in die Werkstätte Jakob Gschiels (s. d.) in Graz ein und besuchte zugleich die Abendkurse der Gewerbeschule, stud. 1885–87 an der Wr. Akad. d. bild. Künste und absolv. 1888 die Spezialschule bei Zumbusch. 1890 Italienreise; 1892 kurzer Aufenthalt in der Nervenheilanstalt in Laibach; 1895–1905 wirkte G. als Fachlehrer für Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule in Laibach und lebte nach seiner vorzeitigen Pensionierung in Wien und Prag. Zwischen klass. und real. Richtung schwankend, schuf G. am Ende des 19. Jh.s die ersten monumentalen Skulpturen der Slowenen.

W.: Denkmäler: Valentin Vodnik. 1889; Die Auferstehung, 1889; Die Geburt; Lustspiel; Trauerspiel; Gruppe: Genius der Musik und des Dramas, 1892; Valvasor, 1902; etc.
L.: Jutro vom 9. 10. 1935; SBL 1; Nar. Enc. 1.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 400
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>