Garay, János von (1812-1853), Schriftsteller

Garay János von, Dichter * Szegszárd (Ungarn), 10. 10. 1812; † Pest, 5. 2. 1853. Beeinflußt von M. Vörösmarty, begann er sich frühzeitig mit Literatur zu beschäftigen. 1834 erschien sein erstes Epos „Csatár“ (Der Krieger). 1833 Vizeredakteur bei den Blättern „Regélö“ (Der Erzähler) und „Honmüvész“ (Der vaterländ. Künstler), schrieb er in den 30er und 40er Jahren eine Anzahl von Schauspielen im Geiste der französ. Romantik, wie „Jósige“ (Das prophet. Wort), „Ország Ilona“, „Bátory Erzsébet“, „Az utolsó magyar kán“ (Der letzte ung. Khan) etc., doch veröffentlichte er auch lyr. Gedichte. 1837–44 arbeitete er bei verschiedenen Blättern, gab 1837/38 den Almanach „Hajnal“ (Frühling) heraus und redigierte 1843/44 das Modeblatt „Regélö“. G., durch seine Balladen und durch seine patriot. Gedichte volkstümlich geworden, lebte in ärmlichen Verhältnissen als Diurnist an der Universitätsbibl. Pest; 1848 Univ. Prof., 1850 wieder an der Bibliothek. Mitgl. der Ung. Akad. der Wiss., 1845 Vizesekretär der Kisfaludy-Ges.

W.: Gesammelte Gedichte, 1843; Tollrajzok (Federzeichnungen), 1846; Frangepán Kristófné (Die Frau des K. F.), 1846; Bosnyák Zsófia, 1847; Az Árpádok története balladák és mondákban (Die Geschichte der Arpaden in Balladen und Sagen), 1847; Ujabb versei (Neuere Gedichte), 1848; Szent Lászlo (Ladislaus der Heilige), 1851– 52; etc.; G. J. összes munkái (Sämtliche Werke J.G.s), hrsg. von J. Ferenczy, 1886.
L.: Wr.Ztg. vom 10. 11, 1853; Révai 8; Szinnyei 3; J. Ferenczy, G. J. életrajza (Biographie J. G.s), 1883; Wurzbach; Enc. It.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 402f.
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