Gellert, Grete; geb. Meisel-Hess, Ps. Grete M.-H. (1879-1922), Schriftstellerin

Gellert Grete, geb. Meisel-Hess, Ps. Grete M.-H., Dichterin und Schriftstellerin. * Prag, 18. 4. 1879; † Berlin, 18. 4. 1922. Tochter eines Fabrikanten, wuchs in Wien auf, stud. Phil., Soziologie und Biologie an der Univ. Wien, lebte seit 1908 in Berlin. Trat mit Romanen, Novellen und grundlegenden Schriften für Individualismus, Frauenrecht und Sozial- und Sexualreformen ein.

W.: Generationen und ihre Bildner, 1900; In der modernen Weltanschauung, 1901; Fanny Roth, eine Jung-Frauengeschichte, 1902; Suchende Seelen (Novellen), 1903; Annie-Bianka (Reisegeschichte), 1903; Weiberhaß und Weiberverachtung, Erwiderung an Weininger, 1904; Eine sonderbare Hochzeitsreise (Novellen), 1905; Die Stimme (Roman), 1907, 2. Aufl. 1919; Die sexuelle Krise, 1909; Die Intellektuellen (Roman), 1911, 4. Aufl. 1913; Sexuelle Rechte, 1912; Geister (Novellen), 1913; Betrachtungen zur Frauenfrage, 1914; Krieg und Ehe, 1916; Das Wesen der Geschlechtlichkeit, 2 Bde., 1916; Die Bedeutung der Monogamie, 1917; Die Ehe als Erlebnis, 1919.
L.: Brümmer; Wer ist’s? 1922; Biogr. Jb. 1929; Kürschners Nekrolog 1936.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 421
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