Gilewski, Karol (1832-1871), Gerichtsmediziner und Internist

Gilewski Karol, Mediziner. * Czerniowce (Polen), 1832; † Krakau, 15. 6. 1871. Stud. Med. an der Univ. Wien; Schüler Schuhs an der Chirurg. Klinik. 1856 Dr. med. Magister der Geburtshilfe und Dr. chirurg. 1859 Ass. an der Klinik Oppolzer. 1861 Prof. der Gerichtsmed. an der Univ. Krakau. 1865 Leiter der Klinik für innere Med. Führte als erster in Krakau eine Ovariotomie durch und als erster in Polen und dritter in Europa eine Laryngotomie. In Krakau entwickelte er auch eine eifrige antiklerikale Tätigkeit, die zu einer Pressekampagne und zu Demonstrationen an der Univ. gegen ihn Anlaß gab.

W.: Laryngoskop. und ein Beitrag zur Therapie des chron. Kehlkopfkatarrhs, in: WMW 1861, n. 39–40; Über die Operation der Kehlkopfpolypen mittels Spaltung des Kehlkopfs in der Verbindungslinie der Schildknorpelplatten, ebenda, 1865, n. 51–52 (poln. in: Przegl. Lek., 1865, n. 28–30); Über die muthmaßlichen Ursachen der Herzhypertrophie im Morbus Brighitii, ebenda, 1869, n. 60.
L.: N.Fr.Pr. vom 10.5. und N.Wr.Tagbl. vom 1l. 5. 1871; L. Korczyński, Zarys dziejów kliniki lekarskiej UJ (Abriß der Geschichte der medizin. Kliniken der Jagiellonenuniv.), 1899; L. Wachholz, Wiedeńczycy (Die Wiener), in: Gaz. Lek., 1932, n. 24/25; S. Janikowski, Wspomnienie pośmiertne (Nachgelassene Erinnerungen), in: Przegl. Lek., 1871, n. 27; Hirsch; Wr. med. Presse 1871, n. 27.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 440
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