Giner, Johann d. Ä. (1756-1833), Bildhauer

Giner Johann d. Ä., Bildhauer. * Thaur (Tirol), 8. 5. 1756; † ebenda, 20. 4. 1833. Stammt aus einem Tiroler Künstlergeschlecht (Giner, Giener, Güner), aus dem schon im 18. Jh. Bildhauer, Faßmaler und Freskanten hervorgegangen sind, u. a. der Schüler und Gehilfe J. A. Zollers Josef G. (* Thaur, 14. 3. 1728; † ebenda, 30.10. 1803). Johann G. lernte bei Josef Anton Renn in Imst und bei Ignaz Günther in München; er entwickelte sich zu einem berühmten Krippenschnitzer, dessen Kruzifixe, Auferstehungs- und Krippenfiguren sehr geschätzt wurden. Sein Sohn Johann G. d. J. (* Thaur, 22. 5. 1806; † Innsbruck, 11. 2. 1870) machte sich ebenfalls als Krippenschnitzer einen Namen.

W.: Plastiken in den Kirchen Gossensass (Südtirol), Oberndorf (Salzburg), Thaur, Absam und St. Martin im Gnadenwald, sowie im Tiroler Volkskunstmus. in Innsbruck und in Privatbesitz in Thaur.
L.: Kunstfreund 1896, S. 18 (Giener), 1910, S. 82; Krippenfreund 1, 1910, n. 3, 4, 1913, n. 10, 7, 1916, n. 21, und 8, 1917, n. 23; Mitt. des Staatsdenkmalamtes 1, 1919, H. 6; J. Ringler, in: Tiroler Heimatbll. 15, 1937, S. 65ff.; Österr. Kunsttopographie 10, 1913; Thieme-Becker.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 442
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