Glaser, Karel (1845-1913), Literarhistoriker

Glaser Karel, Literarhistoriker. * Kötsch b. Marburg (Hoče n. Maribor, Slowenien), 3. 2. 1845; † ebenda, 18. 7. 1913. Stud. 1865–68 an der Univ. Wien klass. Philol. und Slawistik, war dann Hauslehrer bei Gf. Brandis in Marburg, unterrichtete später in Leoben, Cilli, Pettau, Krainburg, Weidenau und Triest; 1900 i. R. Schon als Gymnasiast für ind.-iran. Philol. interessiert, stud. er in Wien und Berlin, 1883 Dr. phil. (Sanskrit), erhielt jedoch trotz großer Bemühungen keinen Lehrstuhl. Seine literarhist. Arbeiten begann er mit verschiedenen Biographien von Wissenschaftern, Dichtern u. a. 1889 bereitete er sein umfangreiches Hauptwerk (Die Geschichte der slow. Literatur) vor, eine sehr verdienstvolle, jedoch nicht immer genügend krit. Arbeit, in der er als erster das in verschiedenen Ztgn. und Revuen verstreute literarhist. Material sammelte. Übersetzte Shakespeare und verschiedene ind. Dichtungen.

W.: Zgodovina slovenskega slovstva (Die Geschichte der slow. Literatur), 4 Bde., 1894–1900; verschiedene wiss. Abhandlungen über vergl. Philol., Kritiken, Essays etc.
L.: SBL 1; Otto 10.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 4
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