Goldmann, Paul (1865-1935), Journalist

Goldmann Paul, Journalist. * Breslau, 31. 1. 1865; † Wien, 25. 9. 1935. Stud. in Breslau Jus, Dr.jur.; kam aber frühzeitig nach Wien zu seinem Onkel Dr. Fedor Manroth, einem bekannten Journalisten, und wurde bald Leiter der Z. „An der schönen blauen Donau“. 1890–92 gehörte er dem Redaktionsverband der „Neuen Freien Presse“ in Wien an und war dann jahrzehntelang der auswärtige Korrespondent des Blattes in Berlin. Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ in Brüssel, Paris und China. G., auf allen Gebieten der Berichterstattung, als polit. Publizist sowie als Kunst- und Theaterkritiker tätig, war ein eifriger Vorkämpfer für Schnitzler, Beer-Hofmann und Hofmannsthal; guter Kenner des franz.Schrifttums und ausgezeichneter Übersetzer.

W.: Ein Sommer in China, Reisebilder, 2 Bde., 1899; Die neue Richtung, 1903; Aus dem dramat. Irrgarten (Aufsätze über Berliner Theateraufführungen), 1905; Vom Rückgang der dt. Bühnen (Aufsätze), 1908; Literaturstücke – Ausstattungsregie (Aufsätze über Berliner Theateraufführungen), 1910; Beim Generalfeldmarschall Hindenburg, 1914; Von Lille bis Brüssel, Bilder aus den westlichen Stellungen und Kämpfen des dt. Heeres, 1915; Gespräche mit Hindenburg, 1916.
L.: N.Fr.Pr. vom 7. 2. 1925 und 25. 9. 1935; Eisenberg 1; Wer ist’s? 1928.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 24f.
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