Goll, Ernst (1887-1912), Schriftsteller

Goll Ernst, Dichter. * Windischgraz (Slovenj Gradec, Slowenien), 14. 3. 1887; † Graz, 13. 7. 1912 (Selbstmord). Sohn eines Oberpostmeisters und Gastwirtes; stud. an der Univ. Graz. Lenau, Hölderlin und seinem Landsmann Hugo Wolf seelisch verwandt, eine frühvollendete lyr. Begabung, schrieb G. tiefe und reine Lyrik, idealist., erlebnisstark, schwermütig, der heimatlichen Landschaft zutiefst verbunden, volksliednahe, musikalisch.

W.: Im bitteren Menschenland (Nachgelassene Gedichte), hrsg. von J. F. Schütz, 1912 (mit Einl.), 6. Aufl. hrsg. von P.A. Keller, 1947 (mit Einl.); Gedichte, hrsg. von P.A. Keller, 1943 (mit Einl., Auflagen- und Literaturverzeichnis).
L.: Giebisch–Pichler–Vancsa; Kosch, Literaturlex.; Nagl–Zeidler–Castle 4, S. 1237f.; Heimgarten 36, 1912; P. A. Keller, Über die Gedichte E. G.s, in: Austria, Z. für Kultur und Geistesleben, Sept. 1947 (mit neu aufgefundenen Gedichten).
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 27
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