Gottlieb, Johann (1815-1875), Chemiker

Gottlieb Johann, Chemiker. * Brünn, 15. 2. 1815; † Graz, 4. 3. 1875. Sohn eines Apothekers; stud. zuerst Pharmazie in Wien und Prag, wurde Ass. bei Redtenbacher, Priv. Doz. in Prag, 1846 Prof. für allg. und techn. Chemie am Joanneum (der späteren Techn. Hochschule) in Graz. 1874/75 Rektor. G. entdeckte die Propion- und Mesaconsäure, gab eine ausführliche Beschreibung der Darstellung und Zusammensetzung der von Chevreul entdeckten, von ihm aber zum ersten Mal rein dargestellten Ölsäure und analysierte viele Mineralquellen der Steiermark. Mitgl. der Akad. d. Wiss. in Wien.

W.: Taschenbuch der chem. Technologie, 1852; Lehrbuch der reinen und angewandten Chemie zum Gebrauch an Realschulen . . . , 1853; Polizeilich chem. Skizzen, 1853; Lehrbuch der pharmazeut. Chemie, 1857; Kurze Anleitung zur qualitativen chem. Analyse, 1866; etc. Publikationen in Fachz.
L.: Poggendorff 1 und 3; Almanach Wien, 1875 (Werksverzeichnis); Ber. der Dt. chem. Ges., Jg. 8, S. 448.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 37
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