Graener, Paul (1872-1944), Komponist und Dirigent

Graener Paul, Komponist und Kapellmeister. * Berlin, 11. 1. 1872; † Salzburg, 15. 11. 1944. G., Sohn eines Handwerkers, gab das begonnene Universitätsstud. auf, stud. Musik und begann seine musikal. Laufbahn als Theaterkapellmeister in Bremerhaven; dirigierte dann in Königsberg, Berlin, 1896 am „Haymarket-Theatre“ in London, wo er auch einige Jahre an der „Royal Academy of Music“ lehrte. Unterrichtete in Wien am „Neuen Konservatorium“, 1910–13 Dir. des Salzburger „Mozarteums“. Lebte bis zu seiner Berufung (1920) als Nachfolger Regers an das Leipziger Konservatorium in München, wohin er 1927 wieder zurückkehrte. 1930 übernahm G. die Leitung des Sternschen Konservatoriums und wurde 1933 Mitgl. der Akad. der Künste in Berlin.

W.: Singspiel: Der vierjährige Posten, op. 1, unaufgeführt; Opern: Sieg, Das Narrengericht, 1913; Don Juans letztes Abenteuer, 1914, Neufassung 1935; Theophano, 1918, umgearb. als: Byzanz, 1922; Schirin und Gertraude, 1920; Hanneles Himmelfahrt, 1927; Friedemann Bach, 1931; Prinz von Homburg, 1935; Schwanhild, 1942; Orchesterwerke; Kammermusik; Chorwerke; Männerchöre; Orchesterlieder; Lieder; Klavierwerke.
L.: Völk. Beobachter vom 16. 11. 1944; Jahresber. der internat. Musikstiftung Mozarteum; G. Graener, P. G., 1922; E. Schmitz, Zum 70. Geburtstag P. G.s, in: Z. für Musik, Jänner 1942; P. Grümmer, Werksverzeichnis, bei Bote & Bock, 1936; Grove; Riemann.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 43
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