Gränzer, Josef (1857-1934), Petrograph

Gränzer Josef, Petrograph. * Zauchtel (Suchdol, Mähren), 16. 8. 1857; † Troppau (Opava, Österr. Schlesien), 7. 3. 1934. Als Stud. der Naturwiss. in Wien Ass. bei Tschermak; 1889 Dr.phil. Nach Lehrtätigkeit an Schulen in Bielitz, Wr. Neustadt und St. Pölten, kam er nach Reichenberg, wo er seit 1894 Prof. an der Lehrerbildungsanstalt und seit 1902 Prof. an der Staatsrealschule war, deren Dir. er 1912–14 innehatte. Von seinen zahlreichen Abh. zur Heimatkunde des Bezirkes Reichenberg sind vor allem die geolog. und petrograph. hervorzuheben, in denen er verschiedene Fragen der lokalen Petrographie und Geol. einer Lösung zuführen konnte.

W.: Krystallograph. Untersuchungen des Epidots aus dem Habach- und dem Krimmler Achentale in den Salzburger Tauern, in: Tschermaks Mineralog. und Petrograph. Mitt. 9, 1888; Der Reichenberger Bezirk hinsichtlich seiner geolog. Verhältnisse, in: Heimatkunde des Reichenberger Bezirkes, 1903, S. 27ff.; Granite des Isergebirges, in: Sborník státního geologického ústavu Č.S.R. (Jb. der staatl. geolog. Anstalten der Č.S.R.) 7, 1927, S. 51 ff.; Nephrit aus dem Phyllitkontakt im Südwesten des Isergebirges, in: Firgenwald, Jg. 6, 1933, H. 2; Der Gneis im Nordwesten und Norden des Isergebirges, in: Mitt. aus dem Ver. der Naturfreunde zu Reichenberg 56, 1934, S. 35 ff.; etc.
L.: Firgenwald 7, 1934, S. 55 f.; Mitt. aus dem Ver. der Naturfreunde zu Reichenberg 57, 1935, S. 1.; Heimatkunde des Kreises Reichenberg, Sudetenland I/2, 1933 (Verz. der geolog. Werke), I/3, 1937 (Verz. der mineralog. Werke) IV/3, 1940.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 43
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