Grösser, Matthäus (1843-1921), Priester und Kunsthistoriker

Grösser Matthäus, Priester und Kunstforscher. * St. Leonhard i. L. (Kärnten), 21. 9. 1843; † Klagenfurt, 29. 12. 1921. 1869 Priesterweihe; 1870–72 Kaplan in Kappel am Krappfeld, 1872–77 Stadtpfarrkaplan in St. Leonhard i. L.; 1877–84 Dom- und Stadtpfarrkaplan in Klagenfurt; 1884–99 Pfarrer und Dechant in Guttaring; 1899 Domherr von Gurk; 1920 Domscholaster und infulierter Propst von Straßburg. 1880 Korrespondent der Zentralkomm. für Denkmalpflege, 1885 Konservator der Zentralkomm. Seit 1911 gehörte er als Vertreter Kärntens dem staatlichen Denkmalrat an. Seit 1914 Ehrenmitgl. des kärntner. Geschichtsver. G. erwarb sich große Verdienste um die Erforschung und Erhaltung kirchlicher Denkmäler in Kärnten. Er sammelte zahlreiche kirchliche Altertümer und Kunstgegenstände und legte dadurch den Grundstock für das Bischöfliche Diözesanmus. in Klagenfurt, als dessen 'geistiger Urheber' er zu betrachten ist.

W.: St. Prinnis bei Klagenfurt, 1910; Wallfahrts-Andenken an Maria Rain in Kärnten, 1916; Maria Saal in Kärnten, 4. Aufl. 1923. Zahlreiche kunstgeschichtliche Arbeiten über Kirchen Kärntens und Berichte über deren Restaurierung, veröff. in: Mitt. der Zentralkomm., in den Z. Die Kirchenschau und Carinthia I.
L.: Kärntner Tagbl. vom 27. 7. 1919 und 31. 12. 1921; M.Pr. vom 1. 1. 1922; Carinthia I, Jg. 113, 1923, S. 82ff.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 67f.
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