Gruber, P. Hermann; Ps. Hildebrand Gerber (1851-1930), Schriftsteller

Gruber P. Hermann, S.J., Ps. Hildebrand Gerber, Schriftsteller. * Kufstein (Tirol), 5. 2. 1851; † Valkenburg (Holland), 8. 5. 1930. Trat 1868 in Deutschland in den Jesuitenorden ein, 1879 Priesterweihe, bis 1887 Seelsorger, dann Mitarbeiter der „Stimmen aus Maria Laach“; lebte 1895 bis 1914 in Feldkirch als Mitgl. des Kollegs der Dt. Provinz „Stella Matutina“; später in Exaeten (Holland) und Valkenburg; widmete sich besonders dem Stud. der Freimaurerei und der polit.-philosoph. Strömungen seiner Zeit, vor allem des Positivismus von August Comte. Seit 1927 schriftstellerisch und durch Briefwechsel im Sinne des Weltfriedens tätig.

W.: Comte, 1889 (franz. 1893, italien. 1893, poln. 1898); Schwindler und Beschwindelte oder Bilder aus der inneren Geschichte der Freimaurerei, 1891; Der Positivismus vom Tode Comtes bis auf unsere Tage, 1891 (franz. 1893, italien. 1896); Die Freimaurerei und die öffentliche Ordnung, 2. Aufl. 1893; Einigungsbestrebungen und innere Kämpfe in der dt. Freimaurerei seit 1866, 1898; Der „giftige Kern“ oder die wahren Bestrebungen der Freimaurerei, aktenmäßig nachgewiesen, 1899; Mazzini, Freimaurerei und Weltrevolution, 2. Aufl. 1902; etc.
L.: R.P. vom 2. 5. 1930; Aus der Stella Matutina Nov. 1930.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 81f.
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