Güdemann, Moritz (1835-1918), Rabbiner und Theologe

Güdemann Moritz, Rabbiner und Theologe. * Hildesheim, 18. 2. 1835; † Baden b. Wien (N.Ö.), 5. 8. 1918. Besuchte das bischöfl. Gymn. in Hildesheim, stud. dann in Breslau Phil. und absolv. gleichzeitig das Rabbinerseminar; 1862 Rabbiner in Magdeburg, 1866 in Wien, 1893 Oberrabbiner. Seine zahlreichen, bemerkenswerten wiss. Arbeiten erstrecken sich hauptsächlich auf das Gebiet der jüd. Kulturgeschichte.

W.: Jesuiten und Judenkinder, in: Frankels Ms., 1859; Das Leben des jüd. Weibes, 1859; Die Geschichte der Juden in Magdeburg, 1866; Jerusalem, die Opfer und die Orgel (gesammelte Reden), 1871; Jüd. im Christentum des Reformationszeitalters, 1870; Religionsgeschichtliche Studien, 1876; Geschichte des Erziehungswesens und der Kultur der abendländ. Juden, 3 Bde., 1880–88; Quellenschriften zur Geschichte des Unterrichtes und der Erziehung bei den dt. Juden, 1892; Jüd. Erziehungswesen während der span.-arab. Periode, 1893; Das Judentum in seinen Grundzügen und nach seinen geschichtlichen Grundlagen, 1902; Jüd. Apologetik, 1906; Wie soll man die Bibel lesen? 1910.
L.: N.Fr.Pr. vom 6. 8. 1918; Jüd. Lex.; Univ. Jew. Enc.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 100
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