Gürtler, Hermann (1887-?), Sänger, Komponist und Musikschriftsteller

Gürtler Hermann, Sänger, Komponist und Musikschriftsteller. * Biała (Galizien), 26. 10. 1887; † Cannobio (Italien)? Stud. an der Univ. Wien bei G. Adler, in Dresden bei A. Iffert (Gesang), 1911–14 in Wien bei H. Grädener (Komposition), J. Hofmann (Klavier), F. Löwe und E. Mandyczewski; später in Mailand bei V. Vanzo und I. Pizetti. Er trat seit 1911 in Wien als Konzertsänger auf und arbeitete als Musikreferent; 1914–18 in Genf als Gesangspädagoge, seit 1920 in Dresden, seit 1922 am Konservatorium tätig. G. wirkte 1922 beim l. Schütz-Fest in Dresden mit, 1923 beim Bruckner-Fest in Freiburg. Auf seinen Europa-Tourneen sang er mit Orfeo Català 1914 in Barcelona, 1924 in Frankreich, 1925 in Griechenland, 1928 wieder in Spanien.

W.: Klavierwerke, Liederzyklen: „Jardin de caresses“ (Toussaint), Uraufführung Genf 1918; Bearb.: Der jenaische Bierrufer von J. N. Bach; Orfeo von Monteverdi, 1922; Werke von Weckmann, Schütz, Händel, Clérambault; dt. Übersetzung des Textes von Pizzettis „Phädra“.
L.: Kürschner-Asow; Müller.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 103
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