Haas, Michael (1810-1866), Bischof

Haas Michael, Bischof. * Pinkafeld (Burgenland), 8. 4. 1810; † Pest, 27. 3. 1866. Stud. in Pinkafeld, Steinamanger, Fünfkirchen und Wien, 1830 Dr.phil. an der Univ. Pest. 1834 Priesterweihe, wirkte dann in verschiedenen Orten Ungarns als Seelsorger. 1837 Prof. für Geschichte am Lyzeum in Fünfkirchen, 1846 Pfarrer, 1859 Bischof von Szatmar. Er verfaßte hist. und volkskundliche Werke in dt. und ung. Sprache. Ein handschriftliches Werk über heanz. Volksbräuche, Lieder, Sitten etc. ging verloren.

W.: Gedenkbuch der kgl. freien Stadt Fünfkirchen, 1852; Gabe der Liebe, 1857; Hrsg. von J. Weinhofer, Einundfünfzig Predigten über die Anbetung des allerheiligsten Altarssacramentes, die Alle verstehen und die Meisten brauchen können, 1865; Fünfundvierzig Marienpredigten der reinsten Jungfrau zu Ehren, gläubigen Christen zur Erbauung verfaßt, 1868.
L.: A. Bogati, Denkwürdige Personen aus dem Burgenland und Dt.-Westungarn, in: Burgenländ. Heimatbll., Jg. 7, 1938, F. 1, S. 10; Révai 9; Szinnyei 4; Kosch; Nagl–Zeidler–Castle 2, S. 101; Wurzbach; Otto 10.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 118
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