Haase, Adolf Theodor (1802-1870), Evangelischer Theologe

Haase Adolf Theodor, Theologe. * Pirna (Sachsen), 31. 7. 1802; † Lemberg, 10. 4. 1870. Stud. an der Univ. Leipzig evang. Theol., besuchte dann das Predigerseminar in Dresden, 1830 Diakon in Radeberg (Sachsen) und Pfarrer in Schönborn (Sachsen), 1833 Pfarrer in Lemberg, 1834 Verweser der evang. Superintendentur A. und H.B. in Galizien-Bukowina, 1835 Superintendent. Zusammen mit G. Traz 1849 Vorsitzender der Superintendenten- und Vertrauensmännerkonferenz in Wien zur Neuregelung der Verhältnisse der evang. Kirche in Österr. nach 1848, 1861 Herrenhausmitgl. (1. Vertreter der evang. Kirche), 1864 Präs. der 1. Generalsynode A.B. in Wien. H., ein berühmter Prediger, machte sich verdient um die Einführung des neuen evang. Gesangbuches für Galizien (1859), um die Gründung des Prediger-Witwen-Fonds (1859), um die Gründung einer Muster-Hauptschule in Lemberg und mehrerer Volksschulen in Galizien und um die Gründung des Gustav-Adolf-Zweigver. in Galizien, dessen Mitgl. im Zentralvorstand er seit 1868 war. Vielfach geehrt und ausgezeichnet, u.a. Ehrenbürger von Lemberg.

L.: Halte was du hast, 1870, S. 151–55; W. Haase, Licht und Liebe, 1929; H. W. Schäfer, Ein hohepriesterliches Geschlecht, in: Glaube und Heimat, 1951, S. 89; R. Kesselring, Die evang. Kirchengemeinde Lemberg von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, 1929; G. Loesche, Geschichte des Protestantismus im vormaligen und im neuen Österr., 1930, S. 593, 670, 693; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 120
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