Haberda, Albin (1868-1933), Gerichtsmediziner

Haberda Albin, Gerichtsmediziner. * Bochnia (Galizien), 29. 1. 1868; † Wien, 6. 12. 1933. Stud. an der Univ. Wien, 1891 Dr.med., wirkte dann an der Wr. Frauenklinik bei Schauta und später am Inst. für gerichtliche Medizin der Univ. Wien bei Hofmann. 1896 Priv. Doz. für gerichtliche Med. an der Univ. Wien, 1897 tit. ao. Prof. und bis 1898 prov. mit der Leitung dieser Lehrkanzel betraut; hielt die Vorlesung über gerichtliche Med. für Juristen. 1912 ao. Prof.; Berufungen nach Marburg (1901) und München (1909) schlug er aus und wurde 1917 o. Prof. und Vorstand der Lehrkanzel für gerichtliche Med. 1918/19, 1919/20, 1920/21 Dekan. H. veröffentlichte zahlreiche Arbeiten auf allen Teilgebieten der gerichtlichen Med. und gab vor allem Hofmanns „Lehrbuch der gerichtlichen Med.“ neu heraus.

W.: Zur Lehre vom Kindesmord, Streitige geschlechtliche Verhältnisse, Sexualdelikte, Fruchtabtreibung, in: A. Schmidtmann, Hdb. der gerichtlichen Med., 1905; Behördliche Obduktionen, in: P. Dittrich, Hdb. der ärztlichen Sachverständigen-Tätigkeit, Bd. 2, 1913; E. R. v. Hofmann, Lehrbuch der gerichtlichen Med., 10. und 11. Aufl., Umarbeitung 1927.
L.: A.Pr. vom 7. 12., M.Pr. vom 12. 12. 1933; Bericht über das Studienjahr 1933/34; L. Schönbauer, Das med. Wien, 1941; Fischer 1, S. 558 (Werksverzeichnis); Eisenberg 2; Kürschner 1925.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 122f.
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>