Hackelberg-Landau, Karl Frh. von (1859-1921), Kanoniker

Hackelberg-Landau Karl Frh. von, Kanoniker. * Großpertholz (N.Ö.), 13. 7. 1859; † Wien, 13. 3. 1921. Sohn des Herrenhausmitgl. und Kämmerers Rudolf H.-L. (1816–1904). Nach jur. und phil. Stud. stud. er Theol. an der Univ. Wien, 1886 Priesterweihe, Kooperator in Lanzenkirchen und Wien, neuerliche theolog. Stud. in Innsbruck und Graz. 1890 Studienpräfekt am Knabenseminar in Hollabrunn, 1894 Dr.theol., 1896 Kanonikus von St. Stephan, Apostol. Protonotar. Leitete u.a. seit 1913 den Seligsprechungsprozeß des Kapuzinermönches Marco d’Aviano. H. zählte als Inhaber eines Liechtensteinschen Kanonikates zu den repräsentativen adeligen Mitgl. des Wr. Domkapitels und war im öffentlichen Leben Wiens vor dem Ersten Weltkrieg eine bekannte Persönlichkeit. 1904 folgte er seinem Vater im Familien-Real-Fideikommiß und hatte dessen Sitz im Herrenhaus des Reichsrates inne.

W.: Die anglikan. Weihen und ihre neueste Apologie. Ein Beitrag zur Lösung der Frage betreffend ihrer Gültigkeit, 1897.
L.: Linzer Volksbl. 1895, n. 241; Wr.Ztg. vom 14. 3., M.Pr. vom 15. 3. 1921; J. Grippel, Geschichte des fürsterzbischöflichen Knabenseminars der Erzdiözese Wien zu Oberhollabrunn, 1906, S. 163f.; H. Groer, Hundert Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien, 1956, S. 152; I. Fried, Das Metropolitan-Kapitel von St. Stephan in Wien, Diss. Wien, 1952.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 130
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