Hagen, Kaspar (1820-1885), Mundartschriftsteller und Arzt

Hagen Kaspar, Arzt und Mundartdichter. * Bregenz (Vorarlberg), 12. 12. 1820; † ebenda, 20. 3. 1885. Verbrachte seine Jugendzeit in Bregenz, übernahm hier später einen Schreiberposten beim Rentamt, dieser Beruf befriedigte ihn aber nicht. H. entschloß sich mit 22 Jahren zum Gymnasialstud., das er in Feldkirch begann, 1847 in Padua fortsetzte und 1848 in Görz abschloß. Stud. schließlich Med. an den Univ. München, Wien und Prag, 1856 Dr. med. 5 Jahre Arzt in Hard, anschließend bis zu seinem Tode in Bregenz.

W.: Dichtungen in alemann. Mundart aus Vorarlberg, 1872, 2. vermehrte Aufl., 1878, 2. Smlg., 1874, 3. Smlg., 1876; Gedichte in der Bregenzer Mundart, ausgewählt und eingeleitet von E. Allgäuer, 1921.
L.: Feierabend, Beilage zum Vorarlberger Tagbl., Jg. 2, F. 34, S. 158 ff., Jg. 2, F. 49, S. 234 ff., Jg. 11, S. 486, Jg. 13, F. 11, S. 146; Vorarlberger Volksbl., Jg. 60, n. 38–40; J. Mittelberger, Aus dem Nachlasse K. H.s, in: XVIII. Jahresber. des k. k. Staatsgymn. in Bregenz, 1913; ders., Dr. K. H., der beste Volksdichter Vorarlbergs, in: Vorarlberger Volkskalender, 1912, S. 18 ff.; E. Allgäuer, K. H. zu seinem 100. Geburtstag, in: Heimat. Volkstümliche Beiträge zur Kultur und Naturkunde Vorarlbergs, Jg. 1, 1920, S. 82; E. Winder, Die Vorarlberger Dialectdichtung, 3. Tl., V, in: 40. Programm des k. k. Staatsgymn. in Innsbruck, 1889, S. 3 ff.; H. Sander, Dichterstimmen aus Vorarlberg, 1895, S. 178; M. Bilgeri, Das Vorarlberger Schrifttum und der Anteil des Landes am dt. Geistesleben, in: Heimatkunde von Vorarlberg, 1936, H. 10, S. 89; F. Schön, Geschichte der dt. Mundartdichtung, 3. Tl., 1931, S. 9; W. Lingenhöle, Geschichte der Vorarlberger Mundartdichtung, Diss. Innsbruck, 1949, S. 43 ff.; A. Welte, Aus dem Vorarlberger Schrifttum der letzten hundert Jahre, in: Alemannia, 1936, S. 140; A. Schwarz, Heimatkunde von Vorarlberg, 1949, S. 421f.; Brümmer; Kosch; Nagl–Zeidler–Castle 2, S. 647, 3, S. 471.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 143
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