Hainisch, Anton (1775-1837), Fabrikant

Hainisch Anton, Fabrikant. * Tyrnau (Trnava, Slowakei), 17. 6. 1775; † Nadelburg (N.Ö.), 27. 5. 1837. Urgroßvater Michael H.s (s.d.). Seit 1808 k. k. priv. Großhändler, erwarb 1815 im Lizitationswege die Herrschaft Winkelmühl bei Lichtenwörth (N.Ö.) mit der von Kn. Maria Theresia in den Staatsbetrieb übernommenen, mit großen Abgängen arbeitenden und deshalb 1769 an Theodor Gf. Batthyány verkauften Nadelfabrik, „Nadelburg“ genannt; er nahm die Messingblech- und Messingwarenerzeugung auf und brachte den unter seinen Vorbesitzern gänzlich heruntergewirtschafteten Betrieb zu großer Blüte. H. errichtete um 1830 in Nadelburg auch eine Baumwollspinnerei. Sein Sohn Michael H. (* Wien, 8. 7. 1802; † Nadelburg, 12. 6. 1880) führte die Unternehmungen mustergültig fort. Er erwarb die Baumwollspinnereien Rohrbach und Aue und war einer der Mitbegründer der Felixdorfer Weberei. Als vorbildlicher Arbeitgeber zahlte er seinen alten, arbeitsunfähig gewordenen Arbeitern und Angestellten Pensionen aus.

L.: Wr. Neustädter Ztg. vom 16. 6. 1880; F. X. J. Schweikhardt v. Sickingen, Darstellung des Erzherzogtumes unter der Enns, 7 Bde., 1831–33; Topographie von N.Ö., hrsg. vom Ver. für Landeskde., Bd. 7, 1915; H. Müller, Die k. k. Nadelburger Fabrik zu Lichtenwörth, Diss. Wien, 1941; Slokar.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 151f.
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