Halban, Hans von (1877-1947), Physiko-Chemiker

Halban Hans von, Physiko-Chemiker. * Wien, 21. 10. 1877; † Zürich, 7. 10. 1947. Sohn des Sektionschefs Heinrich v. H. (1845–1902), Vetter des Vorigen und des Folgenden. Stud. in Wien, Berlin und Zürich, promov. 1901 bei A. Werner, ging dann zu W. I. Ostwald nach Leipzig, habilit. sich 1909 als erster Vertreter des Faches an der Univ. Würzburg, 1915 tit. ao. Prof. ebendort, 1914–18 Kriegsdienst, teilweise im kriegstechn. Amt in Wien, 1923–30 Leiter des physikal.-chem. Hauptlabors der Metallbank AG. Frankfurt a. Main, 1930–47 o. Prof. für physikal. Chemie an der Univ. Zürich. H., der bedeutende kinet. Arbeiten veröffentlichte, befaßte sich auch eingehend mit Stud. über Elektrolytlösungen. Die Chemie verdankt ihm die erste Einführung der lichtelektrischen Zelle zu spektrophotometr. und kolorimetr. Zwecken und den Ausbau dieser Methodik zu höchster Genauigkeit.

W.: Die Rolle der Lösungsmittel in der chem. Kinetik, in: Z. für physikal. Chemie, 67, 1909, 84, 1913; Kinetik des Ammoniumsalzes, ebenda, 77, 1911, 82, 1913; Lichtabsorption des Chlors, ebenda, 103, 1922; Leichte Bildung von Benzyläther, in: Berr. der Dt. Chem. Ges., 43, 1910; etc.
L.: Österr. Chemikerztg., 48, 1947, S. 210; Helvetica chimica acta, 31, 1948, S. 120 ff.; Vierteljahrsschrift der naturforschenden Ges. Zürich, 93, 1948, S. 144; Wer ist’s? 1935; Poggendorff 5–7a.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 157f.
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>