Haller, Johann Ev. (1825-1900), Kardinal und Fürsterzbischof

Haller Johann Ev., Kardinal und Fürsterzbischof. * St. Martin i. Passeier (Südtirol), 30. 4. 1825; † Salzburg, 5. 5. 1900. Bauernsohn; stud. in Meran, Innsbruck und Trient, Dr.theol., 1848 Priesterweihe, wirkte dann mehrere Jahre als Seelsorger; als Pfarrer von Layen machte er die germanist. Forschung auf den Vogelweiderhof im Layener Ried, die angebliche Heimat Walthers v. d. Vogelweide, aufmerksam. 1871 Domherr in Trient, 1874 Dompropst und Provikar von Trient, Bischof von Adra und Koadjutor des Fürstbischofs, 1880 Dompropst und Weihbischof in Salzburg, 1890 Fürsterzbischof von Salzburg, 1895 Kardinal. H. begründete in Meran das Knabenkonvikt Johanneum und machte sich um die Neubearbeitung des österr. Katechismus sowie um die Verwirklichung des Planes, in Salzburg eine kath. Univ. zu gründen, sehr verdient.

L.: Wr.Ztg. vom 5. 4. 1900; Kath. Kirchenztg. 1900, n. 28, 29; Salzburger Chronik, 1900, n. 78, 79, 80; Salzburger Ztg., 1900, n. 78, 79, 80; Salzburger Volksbl. 1900, n. 78, 80; Mitt. der Ges. für Salzburger Landeskunde 40, 1900, S. 293 f.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 161
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