Hamerle, P. Andreas (1837-1930), Theologe und Volksschriftsteller

Hamerle P. Andreas, C.Ss.R., Homilet und Volksschriftsteller. * Nauders (Tirol), 25. 2. 1837; † Filippsdorf (Filipov, Böhmen), 29. 3. 1930. Trat 1860 in die Kongregation der Redemptoristen ein, 1863 Priesterweihe, wirkte dann als Novizenmeister, als Oberer, und 1880–94 als Provinzial. Gründete viele Kollegien, in Böhmen, Polen und Wien-Hernals, förderte die Ordensstud. und wiss. Tätigkeit. Er setzte sich in Wien eifrig für die christlichsoziale Bewegung ein und suchte Lueger zu bestimmen, sich mehr der Arbeiter anzunehmen. Als Volksschriftsteller griff er energisch in den Kampf gegen die „Los von Rom“-Bewegung ein, arbeitete unermüdlich als Missionär und veröffentlichte ausgezeichnete Predigtzyklen und Exerzitienkurse. Jahrelanger Berater Kardinal Gruschas (s. d.) von Wien. Nach Klemens M. Hofbauer wohl der bedeutendste österr. Redemptorist.

W.: Exerzitien: Ecce panis angelorum, 1896; Zyklus religiöser Vorträge für das Kirchenjahr, 2 Bde., 1906, 2. Zyklus 1928; Volkstümliche Geschichte der Päpste, 3 Bde., 1907–09; Das große Gebot der Liebe und der Priester, 1913; ca. 40 Kleinschriften.
L.: M. de Meulemeester, Bibliographie générale des écrivains Rédemptoristes, II, 1935, S. 176–79; A. Pichler, P. A. H. Ein Charakterbild, 1934; E. Hosp, Erbe des hl. Klemens Maria Hofbauer, 1953, S. 576–88.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 163f.
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