Hammel, Rudolf (1862-1937), Kunsthandwerker und Architekt

Hammel Rudolf, Architekt und Kunstgewerbler. * Wien, 11. 4. 1862; † Wien, 22. 2. 1937. Nach Studienreisen in Italien, Deutschland und Frankreich in Wien als Architekt tätig, seit 1899 Leiter des artist. Büros im Österr. Mus., artist. Inspektor für die Textilschulen; 1908 wurde er mit der Dir. der „k. k. Fachschule für Textilindustrie in Wien“ betraut, blieb jedoch weiterhin Leiter der kunstgewerblichen Abt. im Lehrmittelbüro; 1917 Min. Inspektor im Min. für öffentliche Arbeiten, war er an der Ausarbeitung der Pläne für den Bau der Fortbildungsschule in Wien, VI., Mollardgasse 87, beteiligt. 1920 i.R., Hofrat. Hauptsächlich als Innenarchitekt tätig, stand H., vielfach geehrt und ausgezeichnet (u.a.: Goldene Medaille, Triest 1897, Goldene Medaille und Grand Prix, Paris 1900, St. Louis, Weltausst. 1908), im Vordergrund der Sezessionsbewegung und machte die Entwicklung vom Jugendstil zum schlichten, materialgerechten Zweckmöbel durch.

W.: Ca. 100 im Staatsauftrage als Lehrmittel erschienene textile Musterbll.; Villen, Zinshäuser und Nutzbauten (Schlachthaus Meiding) in Wien; Abh. in verschiedenen Fachz.
L.: Kosel; Thieme–Becker; Bundeslehranstalt für Textilindustrie in Wien. Festschrift zur 175-Jahr-Feier 1758–1933; Smlg. Mansfeld, Wien.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 164f.
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